Wie wird am 15. September 2013 gewählt?

In Kurzform
Die Bürgerinnen und Bürger können mich in ganz Schwaben wählen. Mit der Erststimme stehe ich denjenigen Wählerinnen und Wählern im Stimmkreis Augsburg-Land-Süd (siehe „Der Stimmkreis“) zur Verfügung. Mit der Zweitstimme kann man mich im übrigen Schwaben auf der Liste 4 Platz 11 persönlich ankreuzen.

Ganz wichtig: Bei der Landtagswahl werden die Erst- und die Zweitstimme zusammengezählt. Es geht also im Gegensatz zur Bundestagswahl keine Stimme verloren. Daher zählt für mich jede Stimme!

Etwas ausführlicher
Die Wählerinnen und Wähler haben am 15. September 2013 bei den Wahlen zum Bayerischen Landtag genau zwei Stimmen.

Bayern ist nach dem Wahlgesetz in sieben Wahlkreise aufgeteilt, welche mit den Regierungsbezirken identisch sind. Schwaben hat derzeit die Wahlkreisnummer 7.

Die Wahlkreise wiederum sind in unterschiedliche Stimmkreise aufgebaut. Der Wahlkreis Schwaben besteht zurzeit aus 13 Stimmkreisen. Der Stimmkreis Augsburg-Land-Süd hat die Nummer 7(=Schwaben)05.

Nach dem aktuellen Wahlgesetz entsendet Schwaben immer 26 Landtagsabgeordnete in den Bayerischen Landtag – 13 Abgeordnete vor Ort gewählt über die Stimmkreise und 13 Abgeordnete über die schwabenweite Wahlkreisliste.

Die Parteien stellen daher sowohl Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort in den Stimmkreisen als auch schwabenweit im Wahlkreis. Im Stimmkreis ist nur eine einzelne Person pro Partei wählbar (=Direktkandidatinnen und -kandidaten). Auf den schwäbischen Wahlkreislisten finden sich pro Partei viele unterschiedliche Kandidatinnen und Kandidaten, in Schwaben momentan 26 Stück.

Für die Bewerberinnen und Bewerber ist es zudem möglich, sowohl in einem Stimmkreis, als auch auf der Wahlkreisliste zu kandidieren. Dies erhöht sogar die Wahlchancen, da bei der Ermittlung der Gesamtstimmen die Stimmen aus dem Stimmkreis (=Erststimme) und die Stimmen aus dem Wahlkreis (=Zweitstimme) zusammengezählt werden.

Am Wahltag haben die Wählerinnen und Wähler also genau zwei Stimmen.

Mit der einen Stimme entscheidet man sich zwischen den Kandidatinnen und Kandidaten im heimischen Stimmkreis. Gewählt ist diejenige Person mit den meisten Stimmen.

Die andere Stimme vergibt man auf den Wahlkreislisten. Dort kann man eine Partei über ein Listenkreuz als Gesamtheit wählen (=die Stimme erhält die 1. Person auf dem Wahlkreisvorschlag der Partei) oder man sucht sich gezielt eine Person auf der Liste aus und kreuzt diese an. Über ein kompliziertes mathematisches Verfahren wird dann berechnet, welche Partei wie viele Personen im Wahlkreis Schwaben in den Bayerischen Landtag entsenden darf. Im Wahljahr 2008 gewannen zum Beispiel Bündnis 90/Die Grünen in Schwaben drei Sitze im Bayerischen Landtag. Die drei Personen mit den meisten Stimmen (=Christine Kamm, Adi Sprinkat und Thomas Gehring) zogen folglich ins Maximilianeum ein.