Tarifreform auf einem guten Weg

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Eine übersichtlichere Tarifstruktur und ein günstiges Spar-Abo sind Schritte in die richtige Richtung
Die GRÜNE Kreistagsfraktion begrüßt die erarbeiteten Vorschläge zur Tarifreform beim AVV, die gestern in einer gemeinsamen Sitzung der Gebietskörperschaften verabschiedet wurden. Die Tarifstruktur wird insgesamt gerechter und übersichtlicher, es werden Anreize geschaffen den ÖPNV regelmäßiger zu nutzen.

Joachim Schoner, grüner Verkehrsexperte und Vertreter in der Arbeitsgruppe Tarifreform: „Die erarbeiteten Vorschläge gehen für uns GRÜNE absolut in die richtige Richtung: Kunden, die sich längerfristig durch Abos an den ÖPNV binden, bekommen attraktive Angebote. Gelegenheits- und Wenigfahrer sollen durch die neue Preisstruktur ermuntert werden von den teureren Einzeltickets auf preisgünstige Abos umzusteigen. Besonders erfreulich ist für uns GRÜNE, dass mit der neuen Preisstruktur vor allem der ländliche Raum eine Verbesserung erfährt. Mit einem 35,- € Abo kommt man dem von den GRÜNEN geforderten „Sozialticket“ ein Stück näher. Das Basis-Abo zum Preis von 90,-€ ist im gesamten Nahverkehrsnetz nutzbar. Das ist eine deutliche Ersparnis gegenüber dem Status quo.
Als wichtige Neuerung werten die GRÜNEN, dass die Unterscheidung in Zone 10 und 20 aufgehoben wird. „Mit der Einführung eines echten Kurzstreckentarifs im gesamten Verbund entsteht mehr Preisgerechtigkeit. Das System ist einfacher und gerade für „Seltenfahrer“ verständlicher“, so Ursula Jung, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Kreistagsfraktion. Für regelmäßige Nutzer der Streifenkarte wird es zukünftig die Möglichkeit geben diese über eine handy-App sogar günstiger als heute zu kaufen und damit pro Streifen nur 1,10€ zu zahlen.
Handlungsbedarf besteht aus Sicht der GRÜNEN jedoch noch bei der Preisgestaltung der Schülertickets. Die Beratungen sind hier noch nicht abgeschlossen. Ursula Jung, „Schüler*innen machen einen großen Anteil der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs aus. Die Schülertickets sind derzeit teuer, hier brauchen wir eine deutliche Reduzierung um Familien zu entlasten und Kinder und Jugendliche schon früh an die Nutzung des ÖPNV heranzuführen.“ „Kritik wurde auch von Ursula Jung daran geübt, dass Senioren künftig ein schlechteres Angebot erhalten und dafür auch noch eine geringe Preiserhöhung hinnehmen müssten.“
Joachim Schoner und Ursula Jung unisono abschließend: „Mit den vorliegenden Vorschlägen für eine Tarifreform können wichtige Ziele der Reform, wie mehr Tarifgerechtigkeit und Übersichtlichkeit, Stammkundenbindung und -neugewinnung erreicht werden und das ohne den Kreishaushalt zusätzlich merklich zu belasten. Insofern wurde viel Positives erarbeitet, es bleibt aber auch noch einiges zu tun um die neuen Tarife zeitnah einzuführen.“

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