Zuerst verschwinden die Bienen, dann der Mensch

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v.l.n.r.: Alexander Kolb, Christine Kamm, MdL, sowie 3. Bgm. Paul Reisbacher
v.l.n.r.: Alexander Kolb, Christine Kamm, MdL, sowie 3. Bgm. Paul Reisbacher

Grüne zeigen Bienenfilm „More than Honey“

Stadtbergen – Albert Einstein hat einmal gesagt: „Wenn die Bienen verschwunden sind, dann verschwinden vier Jahre später die Menschen“. Die beiden Landtagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen Christine Kamm (Augsburg) und Alexander Kolb (Schwabmünchen) machten mit ihrem Grünen Kino Halt im Bürgersaal in Stadtbergen und präsentierten den Film „More than Honey“. Bienen produzieren mehr als Honig und zeichnen sich durch ihre Bestäubungsleistung verantwortlich für eine intakte Natur und ein reichhaltiges Obst- und Gemüseangebot.

Der Kinofilm zeigte der sehr zahlreich vertretenen Zuhörerschaft eindrucksvoll den menschlichen Eingriff in das komplexe Zusammenleben der Bienenvölker auf. Das Zusammenspiel aus einer intensiven Zucht von Bienen, die so den menschlichen Bedürfnissen besser entsprechen, der Einsatz von Pestiziden, der Rückgang der natürlichen Nahrungsgrundlagen und die nach Europa importierte Varroa Milbe führen zu dem Phänomen, das seit längerer Zeit bemerkt und diskutiert wird: das Sterben der Bienen. „Beeindruckend waren die Szenen im Film, als man in China sehen konnte, wie unzählige Menschen mit Handpinseln jede einzelne Blüte bestäuben, da durch die starke Umweltverschmutzung keine Bienen mehr vorhanden sind“, erklären Christine Kamm und Alexander Kolb unisono.

Imker Chistoph Mayer aus Pfersee beantwortete im Anschluss an den Film Fragen der Zuschauer. Er forderte dabei mehr Wiesen für Bienen, weniger Einsatz von Pestiziden und wünschte sich mehr Menschen, die sich für das spannende und abwechslungsreiche Imker-Hobby begeistern können.

Am Ende des Films wurde auch die These Einsteins, erst verschwinden die Bienen, dann der Mensch, in Frage gestellt. Die in Amerika beheimateten Killerbienen (Zucht aus amerikanischen und afrikanischen Bienen) wird es wohl noch geben, wenn der Mensch schon längst verschwunden ist, da sie nicht auf den Austausch ihrer Königin durch den Menschen hereinfallen, die Varroa Milbe bekämpfen und ansonsten durch ihr aggressives Verhalten einen natürlichen Schutz aufgebaut haben.

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