Mein Leserbrief auf den Leserbrief „Windräder gehören ans Meer, nicht ins Voralpenland“ (leider nicht veröffentlicht)

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Das 1. Windrad im Landkreis Augsburg
Das 1. Windrad im Landkreis Augsburg

Leserbrief bzgl. der Leserbriefe „Windräder gehören ans Meer, nicht ins Voralpenland“ (Freitag, 26. Juli) und „Die Landschaft wird entfremdet und verletzt“ (Montag, 29. Juli) (beide von Herrn Stemmer, Schwabmünchen)

Windräder tragen zum Gelingen der Energiewende bei

Um es gleich vorwegzunehmen: Ob Windräder ästhetisch sind oder nicht, bleibt jeder Person selbst überlassen. Die gleiche Frage dürfte man sich aber bei großen Industrieanlagen, Kühltürmen oder Autobahnen stellen. Andere polemische Argumente von Herrn Stemmer, die gegen die Windenergie ins Felde gebracht werden, kann man jedoch nicht einfach so stehen lassen.

Im Gegensatz zu Windkraftanlagen im Meer, werden neue Projekte im Voralpenland nicht mehr allzu hoch gefördert. In Langenreichen gibt es beispielsweise nur noch rund 9 Cent pro KWh. Das liegt schon sehr nahe am aktuellen Börsenpreis in Leipzig. Außerdem müssen keine teuren Stromtrassen quer durch Deutschland gebaut werden, um den Offshore-Strom zu uns zu transportieren, was wiederum einen Stromverlust von ca. 10 % mitsichbringt. Und dass Windkraftanlagen an Land schlichtweg günstiger erstellt und erhalten werden können, versteht sich hoffentlich von selbst. Des Weiteren spricht für die Windenergie der hohe Stromertrag bezogen auf die Fläche, beispielsweise je Hektar und Jahr. Hier sind moderne Windkraftanlagen allen anderen regnerativen Energieträgern deutlich überlegen.

Wind wird es zum Nulltarif geben, den Rohstoff für konventionelle Energieträger nicht. Die kurzfristigen Erstellungskosten für Windanlagen werden, sobald die Anlagen abgeschrieben sind, den volkswirtschaftlichen Nutzen noch weiter mehren und wettbewerbsfähige Preise generieren.

Die Mär von hohen Lärmemissionen oder gesundheitlichen Schäden durch die Windenergie ist schlichtweg falsch und unsachlich. Ich rate den Bürgerinnen und Bürgern, einmal die Windkraftanlage in Langenreichen zu besuchen und mit der nahe angrenzenden Nachbarschaft zu sprechen. Ängste gab es im Vorfeld freilich viele, nunmehr haben sie sich jedoch bislang nicht bewahrheitet.

Ich für meinen Teil kann mich an den Windkraftanlagen in Wilpoldsried erfreuen, jedoch nicht an lärmenden Düsenjägern über dem Lechfeld.
Alexander Kolb, Schwabmünchen

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