Bündnis 90/Die Grünen kann der energetische Standard beim Beruflichen Schulzentrum gar nicht gut genug sein

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Diese Container wird man am BSZ Neusäß wohl noch länger sehen (müssen)!!
Diese Container wird man am BSZ Neusäß wohl noch länger sehen (müssen)!!

Äußerungen der Freien Wähler gefährden den Zeitplan des dringend notwendigen Neubaus

Landkreis Augsburg/Neusäß – Mit tiefer Verwunderung haben Verantwortliche von Bündnis 90/Die Grünen die Verlautbarungen der Freien Wähler vernommen, die sich für ein Überdenken der derzeitigen Planungen des Neubaus des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums in Neusäß aussprechen. „Da kommt Johann Häusler, der immerhin das Amt des stellvertretenden Landrats bekleidet, ja früh darauf, jetzt, da am 19. September bereits der Spatenstich erfolgen soll, Kurskorrekturen einzufordern“, so Alexander Kolb, Kreisrat aus Schwabmünchen. „Im Übrigen irritiert es, wenn eine Partei, die sich im Landtagswahlkampf der Energiewende verschrieben hat, jetzt einen Passivhausstandard eines Schulgebäudes infrage stellt. Da passt etwas nicht zusammen“, so Alexander Kolb weiter.
„Die Schüler und Lehrer warten nun eine gefühlte Ewigkeit auf den Neubau und arbeiten zwischenzeitlich auch in Containern, die vor Jahren eigentlich nur als Übergang gedacht waren. In der Prioritätenliste des Landkreises steht das Berufliche Schulzentrum nach wie vor auf Platz 1 und daher muss der Neubau nach vielen Jahren der politischen Diskussion und Planung nun wie versprochen kommen – ohne Wenn und Aber und vor allem ohne Verzögerungen, die jedoch durch die Pläne der Freien Wähler entstehen würden“, so Paul Reisbacher, Kreisrat aus Stadtbergen.
Am Gymnasium Königsbrunn kam bei der Sanierung der Passivhausstandard zum Tragen und beim Neubau des Gymnasiums in Diedorf werden sogar mit einem Energieplushaus hohe energetische Standards geplant. Nun darf es bei dem Neubau in Neusäß, der laut diverser Landkreispolitiker ein Leuchtturmprojekt werden soll, keinen energetischen Rückschritt geben. „Wenn es also wirklich eine Kurskorrektur geben soll, dann darf diese keinen Schritt zurück, sondern nur einen nach vorne gehen“, so Paul Reisbacher und Alexander Kolb, die beide im Schulausschuss des Landkreises sitzen, unisono. Denn die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist höchst unzufrieden, dass dem Neubau in Neusäß seitens der Landkreispolitik lediglich die EnEV 2009 und nicht die künftige EnEV 2014 zugrunde gelegt wurde. „Wir schaffen uns damit schon heute einen in wenigen Jahren theoretischen Sanierungsfall und berücksichtigen viel zu wenig, wie sich die Mehrkosten für diese Bauweise über die Betriebszeit durch geringere Energiekosten rechnen“, so Paul Reisbacher und Alexander Kolb weiter.
„Im Übrigen bezweifeln wir, ob der energetische Standard wirklich der hauptverantwortliche Kostentreiber in Neusäß“ ist, so Alexander Kolb. „Unserer Meinung nach wurde bei den Planungen viel zu wenig berücksichtigt, dass das Staatliche Berufliche Schulzentrum im Gegensatz zu einem Gymnasium nicht nur aus einer, sondern aus vielen unterschiedlichen Schultypen wie Berufsschule, Fachober- und Berufsoberschule sowie Berufsfachschulen besteht. Das ist vielen erst später klar geworden“, so Paul Reisbacher weiter. Auch sollte den Freien Wählern bekannt sein, dass die erste Studie zur Machbarkeit mit einem Investitionsvolumen von 25 Mio. EUR lediglich eine Kostenschärfe von max. 50 % besaß. „Es liegt daher am System, wie wir in der öffentlichen Hand Entscheidungen treffen und nicht am Passivhausstandard, dass die ersten Kostenschätzungen mittlerweile durch die konkrete Feinplanung deutlich überschritten wurden“, so Alexander Kolb.

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