Ortsverbände von Bündnis 90/Die Grünen freuen sich über die erste Windkraftanlage im Landkreis Augsburg

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Diese erste Windkraftanlage im Landkreis Augsburg hätte es so vermutlich nicht gegeben
Diese erste Windkraftanlage im Landkreis Augsburg hätte es so vermutlich nicht gegeben

Geplante Neuerungen in den Abstandsregelungen für Windkraftanlagen könnten aber das Aus für zukünftige Projekte bedeuten

Landkreis Augsburg – Die drei Ortssprecher von Bündnis 90/Die Grünen Bobingen, Diedorf und Schwabmünchen, Dr. Michael Schwindel, Andreas Köglowitz sowie Alexander Kolb, freuen sich sehr, dass zurzeit das erste Windrad im Landkreis Augsburg entsteht. „Gerne würden wir es sehen, wenn wir neben Langenreichen in Zukunft auch noch weitere Standorte im ganzen Landkreis einweihen könnten“, so Alexander Kolb, Kreisrat aus Schwabmünchen. So werden derzeit mögliche Anlagen unter anderem in Kühlenthal und Langerringen diskutiert. Die drei Ortssprecher befürchten aber, dass das Windrad in Langenreichen auf lange Zeit das Einzige bleiben könnte, würden die Überlegungen von Ministerpräsident Seehofer, die Abstandsregelungen von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung zu vergrößern, Realität.

Wie die Augsburger Zeitung wiederholt berichtete, plant Ministerpräsident Seehofer in Bayern für Windenergieanlagen eine Abstandsregelung von Siedlungen vom 10fachen der Anlagenhöhe für die Genehmigung festzulegen. Moderne Windanlagen mit sinnvoller Windenergieernte in Bayern haben eine Nabenhöhe von ungefähr 140 Metern, somit liegen die Rotorspitzen bei ca. 200 Metern. Eine Regelung vom 10fachen der Anlagenhöhe würde einen Abstand von über 2000 Metern ergeben. „Mit dieser Regelung wäre die erste Windkraftanlage im Landkreis Augsburg, die derzeit in Langenreichen entsteht, nicht genehmigt worden“, so Alexander Kolb weiter. „Eine solche Regelung würde die Energiewende in Bayern blockieren und den Atomausstieg und den Klimaschutz in Frage stellen“, so Dr. Michael Schwindel.
„Der Bund Naturschutz in Bayern hat in den vergangenen Tagen in einem Brandbrief an Ministerpräsident Seehofer klar und deutlich aufgezeigt, dass die üblichen Abstandsregelungen in der Regionalplanung bei ca. 800 Metern liegen und man sich hierbei an Gesetzen und Verordnungen orientiert, die für moderne Windanlagen aus Lärmschutzgründen ca. 700m vorgeben“, so Dr. Michael Schwindel. “Zugleich gibt die übliche Rechtsprechung vor, Windenergieanlagen dürfen nicht “erdrückend” wirken und müssen zudem einen Abstand von mindestens dem 2,5 bis 3fachen der Höhe zu Siedlungen einhalten, was in etwa 600 Metern entspräche”, so Andreas Köglowitz. „Die Erfahrung des Bund Naturschutz bei der Planung zeigt, dass bei Abstandsregelungen um 2000 Meter in Bayern so gut wie keine Vorranggebiete für Windenergie mehr möglich wären. „Das wäre also das Aus für viele Anlagen im Landkreis Augsburg“, so Alexander Kolb
Damit würde der Ausbau der Windenergie in Bayern massiv gebremst, aber der Import teurer off-shore Windenergie aus dem Norden und die Abhängigkeit vom Kohlestrom aus dem Ruhrgebiet hingegen ohne Grund gestärkt”, so Dr. Michael Schwindel. “Wir wünschen uns auch im Landkreis Augsburg Bürgerwindanlage, bei denen die Bürgerinnen und Bürger vor Ort statt der Großkonzerne an den Gewinnen partizipieren und fordern daher die Landtagsabgeordneten aus der Region auf, den Plan des Ministerpräsidenten zu verhindern”, so Andreas Köglowitz.

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