Für eine Wahlfreiheit der Schulen zwischen G8 und G9

Veröffentlicht am in Beiträge

G8 vs. G9?
G8 vs. G9?

Grüne Kandidaten unterstützen Idee eines Volksbegehrens der Freien Wähler

Landkreis Augsburg – Die Landtagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen Alexander Kolb (Schwabmünchen) und Dr. Michael Schwindel (Bobingen) unterstützen grundsätzlich das Ansinnen der Freien Wähler, den Schulen es selbst zu überlassen, ob sie als G8 oder G9 arbeiten möchten. Seit vergangenen Samstag werden bayernweit mindestens 25000 Unterschriften gesammelt, damit ein Volksbegehren zugelassen werden kann. „Wir werden uns daher in die Unterschriftenliste eintragen, um unsere Unterstützung zu signalisieren“, so Alexander Kolb.
„Wir wissen, dass unsere Parteifreunde in München das Volksbegehren ablehnen und wir wollen uns auch nicht in parteitaktische Spielchen begeben“, so Dr. Michael Schwindel, „aber neun Gymnasialjahre sind für viele Schüler einfach nötig, um sie zu entwickeln und ihnen die notwendige Zeit zu geben, um die anspruchsvollen Herausforderungen zu bewältigen. „Schließlich hat selbst die bayerische Staatsregierung die Schwierigkeiten erkannt und versucht durch das sogenannnte Flexijahr die Problematik wenig sachgerecht zu entschärfen.“ „Die Wahlfreiheit in der derzeitigen Situation der Flickschusterei seitens der Staatsregierung befinden wir als den richtigen Weg, um das Profil des Gymnasiums zu stärken. Außerdem entspricht das G9 dem Willen vieler Eltern in Bayern, die in Sorge um ihre Kinder sind, welche nahezu keine Freizeit mehr besitzen, um musischen oder sportlichen Aktivitäten nachzugehen, die jedoch für die Persönlichkeitsentwicklung auch von hoher Bedeutung sind“, so Alexander Kolb.
„Bislang ist es seitens der Freien Wähler im Landkreis zwar noch sehr ruhig um dieses Thema“, so Dr. Michael Schwindel weiter. „Wir stünden als Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen jedoch persönlich bereit, die Unterschritensammlung zu unterstützen“, so Michael Schwindel weiter. „Auch stellen wir uns auf irritierte Anrufe von Parteifreunden aus München ein, aber da müssen wir durch, denn wenn man inhaltlich von einer Sache überzeugt ist, sollte man auch bei Gegenwind dazu stehen können“, so Alexander Kolb weiter. „Idealerweise gestalten wir Grüne ab der Landtagswahl Bildungspolitik in Regierungsverantwortung mit, damit statt Lagerdenken endlich Vernunft einkehrt und die Entscheider vor Ort die Kompetenzen erhalten, die Schule nach den Bedürfnissen der Menschen zu gestalten“, sind sich die beiden Kandidaten unisono einig.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *