Grüne zeigen in Stadtbergen den Film „Water makes money“

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Mit hervorragendem Augsburger Wasser wurde angestoßen: v.l.n.r.: Maria Bauer, Paul Reisbacher, Christine Kamm, MdL, Alexander Kolb sowie Herlinde Schmid
Mit hervorragendem Augsburger Wasser wurde angestoßen: v.l.n.r.: Maria Bauer, Paul Reisbacher, Christine Kamm, MdL, Alexander Kolb sowie Herlinde Schmid

Wasser ist keine Handelsware
Da die Pläne für eine Richtlinie, die die Wasserversorgung dem Wettbewerbsrecht unterwerfen will, immer noch nicht gestoppt sind, luden die GRÜNEN zu einer Diskussionsveranstaltung mit Filmvorführung ein. Gezeigt wurde der Film „Water makes Money“. Die Grüne Landtagsabgeordnete Christine Kamm sparte nicht mit deutlichen Worten zu der geplanten EU-Dienstleistungskonzessionsrichtlinie: „Wasser ist keine Handelsware, wie Gas oder Strom“. Sie hatte mit Landtagskandidat Alexander Kolb und Paul Reisbacher und den Ortsvorständen Maria Bauer und Herlinde Schmid zu einem Film- und Informationsabend eingeladen.

Allein in Bayern sei die Unabhängigkeit von 80 kommunalen Wasserwerken durch die geplante EU-Richtlinie akut gefährdet. Sie könnten durch die Richtlinie gezwungen werden, die Wasserversorgung europaweit auszuschreiben. Die derzeitigen Versprechungen von EU-Wettbewerbs-Kommissar Barnier könnten diese Probleme für viele Wasserversorger nicht lösen. Deshalb darf diese Richtlinie, so wie sie derzeit geplant ist, nicht kommen.“ Die Grünen appellierten an alle Anwesenden, sich mit ihrer Unterschrift gegen die Privatisierung von Wasser zu wehren. Christine Kamm: „Nur möglichst viele Unterschriften für die europäische Bürgerinitiative www.right2water.eu/de können jetzt helfen, den nötigen Druck aufzubauen, damit die Bundesregierung und andere EU-Staaten sich hinreichend gegen die Liberalisierung des Wassermarktes stellen. „Wenn unsere Bundesregierung zu dieser Konzessionsrichtlinie von Anfang an „Nein“ gesagt hätten, wäre es nicht so weit gekommen. Aber leider hat sich die Mehrheit im Bundestag sich nicht zu einer Ablehnung dieser Richtlinie entschliessen können.“

Herlinde Schmid kritisierte die Doppelbödigkeit der CSU-Politik. Vor Ort und in den Kommunalparlamenten sind sie gegen die Liberalisierung des Wassers, aber auf europäischer Ebene machen sich CSU/CDU wohl aus Rücksicht auf die FDP nicht für eine Herausnahme des Wassers aus der Liberalisierungsagenda stark. Maria Bauer ergänzte: „In Ländern, in denen die die Wasserversorgung bereits privatisiert wurde, sind die Folgen erhöhte Wasserpreise, fehlende Instandhaltung der Wasserleitungen, verminderte Wasserqualität und ein verantwortungsloser Umgang mit den Ressourcen.“ „Wir sollten wir uns darüber im Klaren sein: Mit Wasser kann man viel Geld verdienen und die großen Wasserkonzerne würden nur zu gern ihren Markt erweitern. Aber dies lässt sich nicht mit unserem Anspruch vereinbaren, dass das Recht auf Wasser und sanitäre Versorgung ein Menschenrecht ist“, so Alexander Kolb, Landtagskandidat aus Schwabmünchen.

Viele Wasserwerke sind betroffen
Die sorgfältige Pflege unseres Wasserreservoirs darf nicht gefährdet werden, denn Augsburg hat bereits seit dem Jahr 1892 eine zentrale Wasserversorgung. Was bei einer Privatisierung auf dem Spiel steht, zeigte eindrucksvoll der Film „Water makes money“, der über negative Folgen der Wasserprivatisierung auf der gesamten Welt berichtete. „Nach Meinung von uns Grünen besteht keinerlei Bedarf, das bewährte System der Wasserversorgung in Deutschland zu ändern“, so Landtagskandidat Alexander Kolb aus Schwabmünchen. Die Kommunen sorgen durch kontinuierliche Arbeit, permanente Prüfungen und ständige Optimierung dafür, dass das Wasser eine hervorragende Qualität hat. Man gebe sich als Grüne nicht damit zufrieden, nur Grenzwerte zu unterschreiten, waren sich alle Teilnehmer unisono einig. Unser Wasser kommt ohne Zusätze, wie beispielsweise Chlor, aus. Und das Wasser ist bezahlbar.

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