Grüne Kandidaten fordern künftig maximal 20 Schüler pro Klasse

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Junge Politiker der Grünen im Landkreis Augsburg formulieren Bildungsthesen

Landkreis Augsburg – Die Landtagskandidaten Alexander Kolb (Schwabmünchen) und Dr. Michael Schwindel (Bobingen) sowie Bezirkstagskandidat Andreas Köglowitz (Diedorf) von Bündnis 90/Die Grünen fordern im Falle eines Wahlsieges ihrer Partei bei den Landtagswahlen im September eine maximale Obergrenze von 20 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. Diese Forderung bezieht sich auf jede Schulart und jede Jahrgangsstufe. In den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Bildungsthesen des Trios folgen.

Laut Bayerischer Verfassung hat jeder Bewohner Bayerns einen Anspruch auf eine seinen erkennbaren Fähigkeiten und seiner inneren Berufung entsprechenden Ausbildung. Die Schulen sollen des Weiteren nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Genau hier setzten Alexander Kolb und Michael Schwindel an, die selbst als Lehrkräfte arbeiten. „Zwanzig Schüler sind die Schallmauer, an dem es dem Lehrenden noch möglich ist, zu erkennen, welche Fähigkeiten jemand besitzt. Sitzen in einer Klasse dreißig oder mehr Schüler, kann der Lehrende nur noch versuchen möglichst effizient Stoff zu vermitteln. Der Schüler ist damit jedoch nicht mehr im Fokus“, stellt Alexander Kolb fest. „Bei der Bildung von „Herz und Charakter“, modern wird oft von Wertevermittlung gesprochen, ist es notwendig, dass die Lehrkraft individuell auf die verschiedenen persönlichen Voraussetzungen der Schüler eingehen kann. Das ist in einer pluralistischen Gesellschaft notwendiger denn je. Die gemeinsame Wertebasis, allen voran die Menschenrechte, dürfen uns jedoch nicht verloren gehen“, so Dr. Michael Schwindel. „Besonders Schüler im jüngeren Alter lernen auch noch oft für den Lehrer, wenn eine positive Lernumgebung besteht. Bei mehr als 20 Schülerinnen und Schüler sehen wir diese gedeihliche Atmosphäre nicht mehr als gegeben“, hält Andreas Köglowitz, Bezirkstagskandidat aus Diedorf, fest. „Gerade neu einzurichtende Schulen, wie das neue Gymnasium in Diedorf, sollten von Anfang an so eingerichtet und strukturiert werden, dass Schüler darin optimal lernen können“, fordert Andreas Köglowitz.

Gute Bildung darf an der Finanzierung nicht scheitern

„Uns ist klar, dass man unsere Forderung mit der Frage nach der Finanzierung konterkarieren kann“, fügt Alexander Kolb an. „Aber ein Land, das es ernst damit meint, das Megathema Bildung auf die Agenda der dringlichen Probleme zu setzen, kommt nicht umher, dafür auch mehr Geld in die Hand zu nehmen“, so Kolb weiter. „Bayern rangiert bei den öffentlichen Bildungsausgaben in Höhe von 5800 Euro je Schule pro Schüler (Quelle: Statistisches Bundesamt) hinter Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt lediglich im Mittelfeld. Bildung muss uns insgesamt wieder mehr wert sein“, ergänzt Dr. Michael Schwindel.

In den kommenden Wochen und Monaten werden die Landtagskandidaten Alexander Kolb und Dr. Michael Schwindel sowie Bezirkstagskandidat Andreas Köglowitz mehrere bildungspolitische Thesen veröffentlichen, für deren Umsetzung sie sich in München stark machen wollen.

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