3. Gleis: Toni Hofreiter, MdB, besucht mit Kreistagsfraktion Bahnhöfe

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Jeder, der sich politisch im Landkreis Augsburg engagiert, kennt die Thematik: Eine ganze Region möchte ein zusätzliches 3. Gleis auf den Strecken Richtung Diedorf und Meitingen, um einen leistungsfähigen Schienenverkehr im S-Bahntakt anbieten zu können. Wenngleich alle Verantwortlichen das Thema als dringlich erachten, geht seit Jahren nichts voran.

Um wieder etwas Bewegung in die Sache zu bringen hatten wir als grüne Kreistagsfraktion am 11. Juli 2012 den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Anton Hofreiter, MdB, für viele Stunden im Landkreis Augsburg zu Gast. Vor Ort und über Parteigrenzen hinweg wurden dabei Handlungsmöglichkeiten, u. a. mit den Bürgermeistern Völk (Diedorf) und Durz (Neusäß), ausgelotet, um das 3. Gleis doch noch Realität werden zu lassen.

Für unsere Region gibt es aktuell nur zwei Möglichkeiten, das Vorhaben realisiert zu bekommen:

1. Der Freistaat Bayern muss einen politischen Beschluss fassen, mind. das 3. Gleis zu wollen. Dann könnte die DB Netz mit den Planungen beginnen und das Vorhaben in die Projektliste aus Bayern zur Fortschreibung im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden

2. Der Deutsche Bundestag muss das Vorhaben in den Bundesverkehrswegeplan aufnehmen. Dieser wird im Jahr 2015 für 15 Jahre fortgeschrieben und tritt 2016 in Kraft

Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Bund und Land muss nun ein Ende haben. Der Freistaat Bayern ist in der Pflicht. Bislang argumentiert der Freistaat immer damit, aus den 82-Mitteln zu wenig vom Bund für die Infrastruktur zu erhalten. Da es sich beim 3. Gleis jedoch um eine reine SPNV-Maßnahme handelt, könnte der Freistaat das 3. Gleis auch über die Töpfe der Regionalisierungsmittel finanzieren. Hierzu fehlt jedoch bislang der Wille, obwohl diese Finanzierungsquelle jährlich „gut gefüllt“ nach Bayern wandert.

Leider fehlt es in unserer Region an einem erfolgreichen, gemeinsamen Auftreten. Die schlechte Außendarstellung der Akteure der Stadt Augsburg tut dabei überregional noch ihr übriges.

 

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