Nächster Halt: S-Bahntakt

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Kleiner Fahrplanwechsel_3_klein
Kleiner Fahrplanwechsel_3_klein

Bündnis 90/Die Grünen in Schwabmünchen mit kleinem Fahrplanwechsel unzufrieden
Schwabmünchen – Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen nimmt den kleinen Fahrplanwechsel am 10. Juni 2012 zum Anlass, wiederholt daraufhinzuweisen, dass die Pendlersituation im Raum Schwabmünchen nach wie vor nicht zufriedenstellend ist. Es wurden zwar aufgrund massiven Drucks der Bevölkerung und der Politik die Kapazitäten in den Zügen erhöht und künftig soll auch mit zwei neuen Abendzügen um 18:49 Uhr und 20:29 Uhr Richtung Schwabmünchen Abhilfe geleistet werden. „Insgesamt ist die Situation jedoch nicht glücklich“, so Agnes Zimmermann, Ortssprecherin der Grünen. „Im Februar hatten wir der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) persönlich in München Unterschriften übergeben sowie konkrete Verbesserungen gefordert – bis heute gab es noch keine Antwort“, so Dietmar Braunmiller weiter.

„Wir empfinden diese Veränderung in homöopathischen Dosen allenfalls als einen Tropfen auf den heißen Stein“, so Alexander Kolb, Kreisrat und Teilnehmer des 2. Runden Tisches zur Verbesserung der Pendlersituation. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die die Zugverkehre bayernweit bestellt, verweist stets auf die fehlenden Finanzmittel für weitere Zugkilometer. Die DB Regio Allgäu/Schwaben, die im Auftrag der BEG den Zugverkehr durchführt, hat scheinbar keine Kapazitäten für zusätzliche Züge frei.

„Als Bündnis 90/Die Grünen können wir mit den Ergebnissen des kleinen Fahrplanwechels nicht zufrieden sein“, so Thorsten Stadelbauer. „Für Schwabmünchen bestehen nach wie vor folgende Probleme: Die direkte Anbindung ins Allgäu ist ungenügend. Die Situation für Bahnreisende mit Fahrrädern wird sich auch nicht deutlich ändern. Richtung Buchloe kann auf Nachfrage aufgrund Geldmangels überhaupt keine Verbesserung erfolgen und die Vertaktung von Anschlusszügen nach Augsburg und dann weiter nach Schwabmünchen funktioniert unzufriedenstellend“, so Harald Seyrer. „Auch hören wir immer wieder, dass einige Bürgerinnen und Bürger einfach aufs Auto umgestiegen sind“, so Thorsten Stadelbauer weiter. „Das kann wohl nicht im Sinne eines modernen öffentlichen Nahverkehrs sein“, so Agnes Zimmermann.

„Langfristig hilft Schwabmünchen nur ein bezahlbarer, verlässlicher S-Bahntakt“, da ist sich Kreisrat Alexander Kolb sicher. 2018 werden die Zugverkehrer seinen Informationen nach von der BEG neu ausgeschrieben. „Wenn sich bis dahin politisch an der Großwetterlage in Bayern etwas ändert, könnten solche Projekte vielleicht realisiert werden, statt zig Millionen in unsinnige Prestigobjekte der Staatsregierung zu verwässern“, so Alexander Kolb weiter. Die aktuelle Sozialraumanalyse des Landkreises Augsburg hat gezeigt, dass zwei von drei Schwabmünchner Beruftstätigen pendeln. „Diese Pendler soweit wie möglich vom Auto auf die Schiene oder in den Bus zu bekommen muss das Ziel nachhaltiger Politik sein.“

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