2. Veranstaltung in der Themenreihe „Windenergie für Schwabmünchen

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Die zweite Informationsveranstaltung zum Thema „Windenergie für Schwabmünchen“ fand am 24.05.2012 in der Stadthalle Schwabmünchen statt. Ziel der Vorträge von Herrn Ganz, Geschäftsführer der Firma Vensol aus Babenhausen, die sich als Projektierer von Windkraftanlagen in unserer Region einen Namen gemacht hat, sowie Herrn Reiter, der selbst Beteiligungen an verschiedenen Windkraftanlagen hat, war ein konkreter Erfahrungsaustausch in der Errichtung und dem Betrieb von Windkraftanlagen.

Sehr anschaulich verdeutlichte Herr Ganz, welche Hürden bei der Genehmigung eines Windrades zu nehmen sind. Dabei ging er unter anderem auf die Problematiken der Schallimmissionen und der Abstände, des Naturschutzes sowie der elektromagnetischnen Störungen und des Schattenwurfes ein. Das derzeit größte Problem seien jedoch nicht diese aufgeführten Herausforderungen, sondern die Tatsache, dass große, finanzstarke Investoren interessante Flächen bzgl. der Errichtung von Windkraftanlagen anpachten und damit der Bevölkerung vor Ort die Möglichkeit nehmen, „echte“ Bürgerwindräder zu realisieren. Herr Ganz lieferte anhand aussagekräftiger Daten und Zahlen auch einen Einblick in einen bereits realisierten Windpark in Zöschingen – dabei konnten die Zuhörer ein Gefühl für die Größenordnungen von Windkraftinvestitionen erhalten.

Herr Reiter lieferte Anekdoten aus über 10 Jahren Windkraftanlagenrealisierung. Er ging dabei auf die Geschichte der Windkraft ein, hob den geringen Flächenbedarf dieser Anlagen hervor und zeigte anhand von Bildern seiner Windkraftanlagen auf, dass Windkraft kein „Schandfleck“ sein muss. Auch Ihm ging es darum, diese Technik mit Bürgerbeteiligung zu realisieren. Zum einen ist damit die Akzeptanz größer. Zum anderen kann sich die ganze Region den wirtschaftlichen Nutzen zu eigen machen. Denn wenn der Strom hier nicht nur verbraucht, sondern auch generiert wird, haben alle in der Region etwas davon. Herr Reiter sprach sich einerseits für Beteiligungen ab 4000 € aus. Andererseits sollten Beteiligungsobergrenzen eingeführt werden (z. B. 25.000 €), damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger ein Mitmachen möglich gemacht wird.

Beide Referenten sprachen sich im Raum Schwabmünchen für eine Eigenkapitalquote von 50 % aus. Renditen von 5 – 6 % sind realistisch – wer höhere Beträge verspricht sei unseriös.

In der anschließenden Diskussion wurden meist die angesprochenen Themen vertieft oder aber auch ganz neue diskutiert, wie z. B. die technische Reife aktueller Anlagen. Beide Referenten standen hier nochmal Rede und Antwort und rundeten so die Veranstaltung ab. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Herrn Ganz und Herrn Reiter für die Vorträge

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