Steuerstreit in der Koalition

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Währenddessen sich die schwarz-gelbe Koalition im Steuerstreit „verzettelt“ lanciert der CDU-Haushaltsexperte Norbert Barthele, MdB, eine Entlastung der mittleren Einkommen durch eine Steuererhöhung bei den wirklichen Gutverdienern.

Wer heutzutage 4400 EUR brutto im Monat (53.000 EUR im Jahr, ledig, unverheiratet) verdient, zählt bereits nach dem Steuerrecht zu den Spitzenverdienern mit einem Spitzensteuersatz von 42 %. Dieses Einkommen beziehen mittlerweile sehr viele Facharbeiter. Erst ab einem Jahreseinkommen von 250.000 EUR wird die sogenannte „Reichensteuer“ von 45 % fällig.

Das vorgeschlagene Modell sieht vor, die mittleren Einkommen, zu entlasten. Wie soll das funktionieren?

MdB Barthele bringt eine weitere Steuerstufe mit ungefähr 44 % ins Spiel. Dieser Spitzensteuersatz wäre künftig erst ab ca. 70.000 – 80.000 EUR bis unterhalb der 250.000 EUR fällig. Im gleichen Atemzug könnten die unteren Einkommenssteuertarife abgesenkt werden. Somit würden die mittleren Einkommen durch eine Absenkung des Steuerbauches entlastet. Dem gegenüber stünde eine solide Gegenfinanzierung durch die Steuererhöhung der wirklichen Gutverdiener.

Als Vertreter der jungen Generation finde ich die Idee sehr sympathisch. Denn Steuersenkungen auf Pump, wie sie weite Teile der schwarz-gelben Koalition ansonsten unisono fordern, sind die Schulden von morgen und daher abzulehnen. Anderseits brauchen die mittleren Einkommensbezieher eine Entlastung!

Von der FDP werden die Vorschläge jedoch als „leistungsfeindlich“ abgestempelt und FDP-Chef Philipp Rösler riskiert gar einen Koalitionskrach. „Mit ihm seien Steuererhöhungen nicht zu machen“.

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